Neuigkeiten
20.08.2008, 18:56 Uhr
Marktplatz bleibt ein weites Feld
Es war ein kurzweiliger langer Weg, auf den sich die Vertreter der CDU Sprakel samt interessierter Bürger am Freitagabend begaben. Ob nun die erschreckend deplatzierten Baken im Zentrum (siehe dazu auch nebenstehenden Leserbrief), die dauerhaft von geparkten Fahrzeugen blockierte Gasse in der Au oder der zum Rasen einladende Tömmersweg - Anregungen zur erst mal fraktionsinternen Beratung gab es viele. Weitere Diskussions-Schwerpunkte: die neue Kinder- und Jugendeinrichtung, aber auch der eigentlich fest eingeplante Marktplatz in Sprakels neuer Mitte.
Kombi-Einrichtung
Die Kinder-, Jugend- und Familieneinrichtung, deren Baubeginn zeitnah erfolgen soll, war erstes Thema der Ortsbegehung. Passenderweise startete die am Sportplatz in Sprakel, schließlich soll sie hier - dort, wo gerade noch der Mais wuchert - ja auch errichtet werden.
Eine schöne Sache, zweifellos. Nur: Wohin mit den Karnevalisten? Wohin mit den Schützen? Diese Fragen stellte eine Anwohnerin, die weder hüben noch drüben organisiert ist, jedoch eindeutig zu Protokoll gab: "Das ist Brauchtum, das ist wichtig. Davon lebt so ein Dorf. Sonst gibt es ja nicht viel." Recht hat sie, bestätigten auch die Bezirksvertreter. Eine Patentlösung hatten sie natürlich nicht im Wandergepäck dabei. Allerdings das Versprechen, sich um eine akzeptable Lösung bemühen zu wollen. Ende September könnte der Baubeginn hinter dem Sportheim des SC mit der Erschließung erfolgen.
Einen Träger gibt es indes noch nicht. Klar ist, dass die Stadt für die Kombieinrichtung nicht in die Verantwortung geht, vielmehr eine private Trägerschaft präferiert wird.
"Es gibt mehrere Interessenten", hieß es am Freitag vieldeutig. Gespräche würden laufen, eine Entscheidung noch in diesem Jahr fallen. Wo der Festplatz im kommenden Frühjahr zu finden sein wird - das ist noch unklar. Eine Möglichkeit wäre vielleicht der künftig angedachte Marktplatz in Sprakels neuer Mitte. "Das könnte aber nur eine Zwischenlösung sein, zur Not", sagte Ludger Janning, Vorsitzender der CDU Sprakel.
Kein Investor
Ob diese Zwischenlösung nun einmalig - oder vielleicht häufiger greifen könnte - ließen die Politiker offen. Wohlwissend, dass das neue Zentrum derzeit ganz andere Probleme hat. Bislang hat sich hier noch kein Investor gefunden. Auch potenzielle Kandidaten gebe es derzeit wohl nicht.
An mangelnder Unterstützung der Verwaltung soll es da nicht liegen: "Die Stadt wird hier nichts bauen, aber sie will hier auf jeden Fall bauen lassen." Gespräche gab es bislang einige, sie sollen auch kurz vor dem Abschluss gestanden haben. Nur seien die Kandidaten kurz vor Ultimo wieder abgesprungen. Als Problem könnte sich hier die Entwicklung des Ortsteils erwiesen haben. Sprakel wächst zwar enorm - allerdings "nur" im Einfamilienhaus-Segment. So stagniert die altersmäßige Durchmischung. "Wir brauchen einfach mehr Mehrfamilienhäuser", hieß es am Freitag. Doch das bitte drumherum und nicht auf dem avisierten Marktplatz. "Wenn hier stattdessen Einfamilienhäuser gebaut werden, ist Sprakel tot", sagt Karl-Heinz Beckmann.
"Das ist dilettantisch und verkehrsgefährdend", sagte Ludger Janning (CDU) gestern Abend in der Bezirkvertretung Nord zu der Situation an der Sprakeler Straße/Ecke Dreilinden - und bekam dafür Bestätigung von allen Fraktionen. Das Ordnungsamt hat auf unsere Berichterstattung prompt reagiert und die Baken auf den Radweg hochgezogen, sodass Pkw nicht mehr über den Bürgersteig fahren können. Alle Fraktionen sehen allerdings weiteren Handlungsbedarf. Für die nächste Woche ist deshalb ein weiterer Ortstermin geplant
Zusatzinformationen
aktualisiert von Christoph Brands, 24.08.2008, 19:00 Uhr
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